Landschulheim Lerngruppen 6
Hitzeschlacht im Landschulheim - Lerngruppen 6 (21.06. - 23.06.2017)
Die drei wohl heißesten Tagen des Schuljahres verbrachten wir in Schönau in der Pfalz. Der Clou: wir hatten ein tolles, riesengroßes Gelände mitten in der Natur mit einem erfrischenden Privatpool! Aber der Reihe nach: Mittwochmorgens brachte uns ein wirklich netter Busfahrer zur Burg Berwartstein. Der Burgführer (Originalton: „Jetzt aufgepasst, Schüler!“) brachte uns auf lebhafte Weise die Geschichte dieser in den Fels gebauten Festung nahe. Gruselig wurde es in den dunklen, engen unterirdischen Gängen. Für unser Mittagessen-Picknick wanderten wir durch den Wald zum Seehof-Weiher. Toll war, dass wir unsere müden Füße im kühlen Nass erfrischen durften. Da wir sehr gespannt auf unsere Unterkunft waren, freuten wir uns auf unsere letzte Busetappe: Schon bald erreichten wir auf einem winzig kleinen Sträßchen die Heilsbach Bildungs- und Freizeitstätte. Einchecken - und dann ab in den Pool! Es war herrlich: Vorwärtssalto, Rückwärtssalto, Köpfer, Arschbombe, Radwende, Gruppensprünge, schwimmender Donut - alles war nach Herzenslust möglich, weil wir die einzigen Badegäste waren. Nach dem Abendessen stand eine geführte Nachtwanderung auf dem Programm. Gar nicht so einfach, ist der 21. Juni doch der längste Tag des Jahres. Aber auch an diesem wird es irgendwann mal dunkel und so konnten wir nicht nur dem Waldkauz lauschen und Fledermäuse beobachten, sondern durch einen grünglühenden Feenwald schleichen: Hunderte von schwebenden Glühwürmchen begleiteten uns dabei. Am nächsten Morgen wanderten wir nach Fischbach zum Biosphärenhaus und Baumwipfelpfad. Bei einer Powerpoint-Einführung lernten wir den Naturpark Pfälzer Wald noch besser kennen, bevor wir uns mithilfe einer Rallye durch die vierstöckige Ausstellung über Natur und Tiere arbeiteten. Tatsächlich knackten wir den Schatzkisten-Code und jeder von uns verdiente sich einen Edelstein. Auf dem Baumwipfelpfad waren besonders die Wackelbretter und Kletternetze interessant. Und natürlich die abschließende Power-Rutsche. Aufgrund der wahnsinnigen Hitze beschlossen wir, nicht noch weitere Programmpunkte hinzuzufügen, sondern zu unserem Zuhause zurückzukehren. Warum? Natürlich, weil der Pool auf uns wartete. Unser heutiges Abendprogramm war ein Lagerfeuer. Eifrig suchten und schnitzten wir uns Stöcke, da zwei Eimer Stockbrotteig verzehrt werden mussten. Je dunkler der Abend, desto schöner das Feuer. Nebenbei liefen noch Federball-, Fußball-  und andere Spiele, sodass jeder auf seine Kosten kam. Am Freitagmorgen war leider schon wieder Packen und Auschecken angesagt. Aber bevor wir Forst ansteuerten, machten wir noch einen Abstecher nach Nothweiler, wo wir bei einer Führung durch die Eisenerzgrube so einiges über den Erzabbau in vergangener Zeit lernten. Die Jungs und Mädchen in unserem Alter hatten damals ein ganz schön hartes Leben! Punkt 14 Uhr waren wir dann glücklich, aber auch k.o. zurück in Forst. Drei wirklich tolle Tage lagen hinter und ein Wochenende zum Schlafnachholen vor uns. Vielen Dank an Frau Dobarrio und Frau Fahlbusch, die als zusätzliche Begleitpersonen dabei waren. Text und Fotos: T. Krismeyer, O. Nagel